Historie
Fallert BMW RS 1154 = 1154 ccm mit ca. 90 PS
Die Maschine ist ursprünglich als BOT Rennmaschine aufgebaut worden und bis 1991 von Uwe Brunzel aus Frankenthal damals noch mit 980 ccm bei BOT-Rennen (spezielle Zweizylinderklasse) eingesetzt worden, die meisten Rennen hat er damit gewonnen.
Danach wurde Sie für Straßenzulassung umgerüstet, der Aufbau Fahrwerksseitig ist geblieben, der Motor wurde noch weiter optimiert. Unten aufgeführt alle Umbauten BOT und Straße.
Der Motor wurde mit neuen Zylindern mit 102 mm, neuen leichten Mahle Rennkolben von Wahl in Stuttgart sowie längere Schmiedepleuel 148 mm lang von Schnitzer in Freilassing umgebaut. Die Kurbelwelle und Lager wurden erneuert, die Schleicher Rollenstößelnockenwelle sowie die leichten Rollenstößel sind geblieben. Die Rollenstößel und die Nockenwelle zeigen keinerlei Verschleißspuren. Die bearbeiteten Zylinderköpfe, die mit kleinen Zugankern zur Befestigung der Ansaugstutzen sind geblieben. Der Ansaugkanal zwischen Zylinderkopf und Dellorto Vergaser wurde ca. 50 mm verlängert um mehr Drehmoment zu erreichen. Ein großvolumiger selbstgebauter Rundluftfilter wurde nach hinten verlegt, so dass das Getriebeoberteil mit einer 3 mm gebürsteten Aluplatte frei sichtbar ist (schöne Optik).
Die vordere Motorseite (Lichtmaschine) wurde mit einer Carbonschale von CFP Driesch abgedeckt. Die kontaktlose Doppelzündung wurde beibehalten, original BMW Boschlichtmaschine wurde nachgerüstet.
Aus unserer Erfahrung mit der Fallert Königswelle wurde der Motor um 28 mm nach vorne und um 90 mm höher gelegt. Eine der beiden Königswellen Rennmotorräder mit genau 1000 ccm 95er Bohrung 122 PS wird demnächst ebenfalls zum Verkauf angeboten.
Fahrwerk:
Der Rahmen der 1154 wurde diagonal verstrebt. Die Schwingenaufnahme wurde für die damals neu erschienene Paraleverschwinge verbreitert, die Motoraufnahme um 28 mm nach vorne und 90 mm nach oben verlegt. Rahmenheck wurde aus hochwertigem Stahlrohr in Dreieckskonstruktion angefertigt und mit dem Hauptrahmen verschweißt. Der Rahmen wurde nach Einbau des Motors mit einer Aluplatte zwischen der oberen Getriebeaufnahme und dem oberen Rahmenrohr zur Stabilisierung gegen Verdrehung eingebaut. Die Paraleverhinterachsschwinge bekam ich damals von BMW bevor diese im Handel war. Kegel und Tellerrad haben wir zwecks längerer Übersetzung von den K Modellen übernommen. Das White Power Federbein mit Zug und Druckstufe sowie Federvorspannung haben wir vom Rennbetrieb übernommen. Die KVT Fussrastenanlage vom Rennbetrieb ist geblieben. Die 5,5 Zoll Hinterradfelge sowie die hintere Bremsscheibe und Bremszange stammt ebenfalls von den K Modellen, es wurde dann ein 180/60 er Reifen montiert.
Die Vordergabel Forcella Italien mit Druck und Zugstufe wurde wegen der Einstellmöglichkeiten montiert. Sie hat auch ein sehr gutes Ansprechverhalten. Das Fahrwerk war damals so gut abgestimmt, dass Uwe Brunzel mit dem in Rennversion ca. 95 PS Boxer fast jedes Rennen in der Zweiventil Klasse gewinnen konnte. Den flachen Stummellenker haben wir zwecks besserem Sitz-Lenker Verhältnis und dadurch komfortableren Sitzhaltung durch einen ca. 50 mm höher bauenden RRT Alulenker für Straßenbetrieb ersetzt.
Vorne ist ein leichtes PVM Hohlspeichenrad 3,5“ x 17“ montiert, die 320er Stahlgussbremsscheibe sowie die 6 Kolben Bremszange stammen ebenfalls von Bögel PVM aus Mannheim. Die Bremsleistung im Rennbetrieb war so hervorragend, dass wir schon aus Gewichtsgründen auf eine zweite Bremsscheibe mit Bremszange verzichten konnten. Zur Bremsanlage wurde eine WFA Kolbenpumpe sowie eine ummantelte Spiegler Bremsleitung verbaut. Nach dem Rennbetrieb haben wir dann eine neu entwickelte Vollverkleidung mit Doppelschienwerfer angepasst, welche ich ursprünglich als Zubehörteil für die Serien BMW anbieten wollte. Somit ist auch die Vollverkleidung ein Einzelstück, wie das ganze Motorrad. Die Vollverkleidung ist zur besseren Montage unten geteilt. Das Formwerkzeug um diese Verkleidung zu fertigen existiert noch. Den formschönen Alutank habe ich bei Sauer in Oberkirch bauen lassen, im Rennbetrieb für Uwe Brunzel wurde noch ein kleiner 17 Liter BMW Tank verwendet.
Der vordere Sportkotflügel ist geblieben, im Cockpit ist ein Kröber/Piesch Drehzahlmesser, eine Öltemperaturanzeige sowie ein VDO Tachometer bis 260 km/h verbaut. Der Kohlefasereinmannsitz ist von CFP Driesch aus Neustadt an der Weinstrasse. Das ganze Motorrad mit allen Umbauten wird vor Verkauf TÜV abgenommen.
Die Auspuffkrümmerrohre wurden von Schüle in Pfalzgrafenweiler exakt der Verkleidungskontur angepasst, die beiden Auspufftöpfe haben wir von einer Ducati übernommen, welche sich sehr gut für diesen Motor eigneten.